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Physiotherapie

 

Krankengymnastik kann einige Rückenprobleme bessern. Durch den planmäßigen Einsatz von passiven Maßnahmen, wie Dehnübungen oder Massagen und aktiven körperlichen Bewegungsübungen, teilweise unterstützt durch physikalische Reize, wie Wärme, Kälte, Druck oder Elektrizität werden Verspannungen und Fehlhaltungen gelöst und die Haltemuskulatur des Rücken gestärkt. Wichtig ist, dass man die erlernten Übungen auch zu Hause weiterführt und so langfristig den Rückenschmerzen entgegenwirkt.

Eine Physiotherapie kann je nach Behandlungsverfahren und Präferenz der Patienten als Einzelgymnastik oder als Gruppentherapie durchgeführt werden. Die Schulmedizin erkennt die ergänzenden Therapien der Physiotherapie als vorbeugende und heilende Verfahren an.

Abteilungen für Physiotherapie sind in gut ausgestatteten Kliniken, insbesondere in Rehabilitationskliniken zu finden, um die optimale Wiederherstellung der Patienten zu gewährleisten.

Physiotherapeuten absolvieren eine drei Jahre andauernde Ausbildung an einer staatlich anerkannten Ausbildungsschule. Sie erstellen selbstständig nach bereits erfolgter ärztlicher Diagnose einen Behandlungsplan und führen diesen durch. Allerdings übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen im Vergleich zu privaten häufig nicht die Behandlungskosten, bzw. nur nach Vorgabe der Heilmittelrichtlinie laut Heilmittelkatalog. Viele Physiotherapeuten machen sich selbständig und eröffnen eigene Praxen, um eine örtlich nahe Versorgung zu ermöglichen.

 

Lymphdrainage

 

Die ML ist die geeignete Therapie zur Behandlung lymphostatischer Ödeme, die sich durch ungenügende Transportkapazität der Lymphgefäße bei normaler lymphpflichtiger Last (auch Niedrigvolumeninsuffizienz) kennzeichnen. Darunter fallen angeborene (primäre) sowie sekundäre Lymphödeme. Die klassische Indikation ist das sekundäre Lymphödem des Armes nach Brustkrebsoperationen.

 

Die vier Grundgriffe nach Vodder, die in Zusammenarbeit mit Günther Wittlinger entwickelt wurden, sind: stehender Kreis, Pumpgriff, Schöpfgriff und Drehgriff, sie werden an die verschiedenen Körperregionen angepasst. Durch verschiedene Grifftechniken soll das Lymphsystem aktiviert werden, indem vor allem die Pumpleistung der Lymphgefäße, genauer der Lymphangione, verbessert wird. Die Frequenz der Lymphangione beträgt unter Ruhebedingungen ca. 10–12 Kontraktionen pro Minute, diese kann auf bis zu 20 gesteigert werden. Der Therapeut erzeugt durch die Griffe mit ihrem wechselnden Druck (Druckphase mit Quer- und Längsdehnung der Haut bzw. Nullphase – nur Hautkontakt wird gehalten) einen Reiz für das Gewebe. Die glatten (unwillkürlichen) Muskelzellen der Lymphangione beantworten diesen Reiz mit erhöhter Pumpfrequenz. Einer oftmaligen Wiederholung der Griffe folgt eine erhöhte Durchflussrate.

 

Weitere Wirkungen neben der entödematisierenden sind die sympathikolytische (Patienten werden ruhig, Anregung des Magen-Darm-Traktes), die schmerzlindernde (Mechanismus der Gate-Control-Theory)[5] und die tonussenkende Wirkung auf die Skelettmuskulatur. Die Druckrichtung ergibt sich aus den von der manuellen Lymphdrainage erreichbaren Lymphgefäßen und muss immer in Richtung Extremitätenwurzel (Arm, Bein) bzw. allgemein zum Terminus (Endstation des Lymphgefäßsystems in der Vereinigung der Vena subclavia und der Vena jugularis interna im Bereich des Schlüsselbeines) zielen. Dadurch wird die Lymphe zu den zentralen großen Lymphstämmen geleitet.[6] Außerdem kann der Therapeut eiweißreiche Ödemflüssigkeit durch das oberflächliche Lymphgefäßsystem, das den Körper wie ein Netz überzieht, über die sogenannten Wasserscheiden von einem gestauten Körperareal in ein gesundes Areal verschieben. Die manuelle Lymphdrainage bewirkt dabei keine Mehrdurchblutung wie in der klassischen Massage.

 

Manuelle Therapie

 

Die manuelle Therapie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Behandlung von Funktionsstörungen der Gelenke, Muskeln und Nerven und ihrer pathologischen Folgeerscheinungen, welche auf Störungen der Arthrokinematik (Bewegungsabläufe innerhalb eines Gelenks) zurückzuführen sind. Störungen oder Blockierungen der Gelenke und der Wirbelsäule bzw. der kleinen Wirbelgelenke, die vielfältige Beschwerden im ganzen Körper auslösen können, werden mit gezielten Handgriffen behoben.

 

Mittels der manuellen Therapie können Schmerzen sowie funktionelle, reflektorische und reversible strukturelle Bewegungseinschränkungen der Gelenke behandelt werden. Im Zentrum der Manuellen Therapie und der Manuellen Medizin steht neben der Schmerzlinderung und Verbesserung der gesundheitlichen Belange auch die Wiederherstellung der Beweglichkeit von Gelenken, die zwar in ihrer Funktion eingeschränkt, jedoch vom Prinzip her noch intakt sind.

 

Ein großes Problem besteht darin, dass die Begriffe "Manuelle Medizin", "Manualtherapie", "Chiropraktik" und "Osteopathie" oft synonym gebraucht werden.

 

Massage

 

Unter dem Begriff der Massage werden in der Medizin alle Anwendungen zusammengefasst, die der mechanischen Reizung der Haut bzw. darunter liegender Schichten zu Heilzwecken dienen. Neben der klassischen Massage zählen hierzu auch spezielle Techniken wie die Bindegewebsmassage, Lymphdrainage oder die Periostmassage.

 

Zu den Indikationen der Massage gehört unter anderem:

 

Schmerzhaft verspannte periartikuläre Muskulatur, vor allem bei Omarthrose und bei Coxarthrose

 

Hypertone, schmerzhafte Muskulatur im Lumbal-und im Schulter-Nackenbereich

 

Obstipation (Colonmassage)

 

Nachbehandlung von Narben

 

Massagen können ebenfalls als Entspannungsmaßnahme bei psychosomatischen Erkrankungen dienen und zur ergänzenden Schmerztherapie in der Palliativmedizin eingesetzt werden. Als flankierende Maßnahme kommen Massagen auch bei Depressionen und anderen Erkrankungen des Nervensystems in Betracht.

Zur Entmüdung der Muskulatur wird sie bei Leistungssportlern eingesetzt.

 

Bobath-Konzept

 

Eine Grundlage des Bobath-Konzeptes ist die Annahme der Plastizität des Gehirns, die besagt, dass gesunde Gehirnregionen (durch neuronale Vernetzung) die Aufgaben der geschädigten Gehirnregionen übernehmen können. Durch konsequentes Training und Stimulation kann dieses Neuerlernen gezielt gebahnt werden.

 

Spastizität entsteht laut dem Bobath-Konzept aufgrund der Vernachlässigung der plegischen Körperseite durch den Patienten. Dadurch erhält das Gehirn nicht die Möglichkeit neue Informationen zu empfangen und Bewegungsabläufe auf neue Neuronengruppen umstrukturieren zu können. Deswegen stellt die Integration der betroffenen Körperseite in alle Alltagsbewegungen das Grundprinzip des Bobath-Konzepts dar.

 

Das Bobath-Konzept sollte in den 24-Stunden Rhythmus des Patienten integriert werden und erfordert eine gute multidisziplinäre Zusammenarbeit von Pflegenden, Angehörigen und Patienten. Dabei sollen durch krankengymnastische und pflegerische Maßnahmen sensorische, motorische und psychische Funktionen gezielt gefördert werden.

 

 

Sportphysiotherapie

 

Teilgebiet der Physiotherapie, das in Zusammenarbeit mit Sportmedizinern die Prävention u. Behandlung von Sportverletzungen, die Betreuung von Sportlern in Training u. Wettkampf sowie die Rehabilitation nach Sportverletzungen (z.B. Vermeidung von Immobilisationsschäden) beinhaltet. Der Beurteilung des körperlichen Zustandes des Sportlers dienen sportmedizinische Untersuchungen sowie eine genaue Trainingsanalyse. Prävention von Sportverletzungen z.B. durch sportartspezifische Ausrüstung (auch Schutzausrüstung wie z.B. Helm, Schoner), optimalen Trainingszustand, adäquate Auf- u. Abwärmphasen, ausreichende Regenerationsphasen, präventive Tape-Verbände, ausgewogene Ernährung u. ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Die Rehabilitation nach Sportverletzungen dient derbestmöglichen Wiederherstellung der Funktions- u. Sportfähigkeit durch Ausgleich verletzungsbedingter Defizite bezüglich Kraft, Ausdauer, Koordination u. Beweglichkeit. Sie entspricht den Richtlinien der medizinischen Trainingstherapie.

 

Öffnungszeiten für Fitnessbereich

Mo - Do

Fr.

Sa*

08:00 - 12:00 Uhr

08:00 - 12:00 Uhr

09:00- 11:00 Uhr

14:00 - 20:00 Uhr

14:00 - 18:00 Uhr

* Herbst , Winter

Monatliche Teilnahme

36,70 € monatlich.

Einmalige Aufnahmegebühr 10,50 €

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